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Rhythmen

Die Farbe strebt nach oben, drückt sich entgegen der Schwerkraft vom Boden ab.
Sie spannt sich zwischen Himmel und Erde, lässt wieder los, entspannt sich und gleitet sanft wie leises Ausatmen in eine Rinne, welche sie ins Meer münden lassen möchte.

So erforscht sie zunächst den Raum in unserer Atmosphäre und ertastet anschließend die bewegliche, zerbrechliche Oberfläche unserer Erde, die sie schwingend, pulsierend weiterleitet.

Hierbei ist ihr bewusst, dass sie jeden Moment von ihr verschluckt werden könnte.
Jedoch schenkt sie sich, ihr wiederkehrend in einer Form von Hingabe.

(von Susanne Brandenburger zur Ausstellung 2006)